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Die Datenschutzgrundverordnung gilt – und das ist auch gut so. Datensparsamkeit, Transparenz, am Ende des Tages die Durchsetzung des Right to be forgotten. Datenschutz: Kann man vergessen werden? Ja, das sollte man. Denn angesichts digitalen Trackings, Shitstörmchen und Algorithmisierung der Kommunikation scheint einem der gute alte Pranger fast schon gnädig. Da war das Gaffen nach Stunden oder Tagen immerhin vorbei – und nicht das ganze global village schaute zu, sondern nur das eigene Kaff.

„Kennen Sie einen guten Berater zur Umsetzung der DSGVO?“ – „Klar.“ – „Können Sie mir seine Nummer geben?“ – „Leider nein.“

Ob die Datenschutzgrundverordnung tatsächlich jene treffen wird, auf die sie zielt – die Datenkraken und Adressenhändler, die Manipulateure und Aufwiegler – wird in der Fachliteratur stark bezweifelt. Die DSGVO hat aber auch Vereine, Organisationen, Stiftungen, Gemeinden und eben auch ServiceClubs nicht nur Nerven (und auch Geld) gekostet, sondern sie ins Nachdenken gebracht, was sie eigentlich tun in diesem digitalen Neuland, diesem Internetz, wo die jungen Leute offenbar immer nach der Schule hingehen. Einige denken offenbar immer noch nach, Stand jetzt, 36 Stunden nach Ende der zweijährigen Übergangsfrist 🤓

Wie wir in den 80ern jemanden blockierten… Schwedischer Humor zur neuen Dataskyddsförordningen GDPR.

Als Internetverantwortlicher des RC Bensheim-Heppenheim musste ich nicht erst einmal entscheiden, kommunizieren zu wollen oder nicht. Pecca fortiter – das gilt mehr denn je nur auf sicherem juristischen Boden. Und doch kann ein Service Club sich letztlich nur entscheiden, zu kommunizieren. Gutes tun und gut darüber reden, sonst kann man zwar dem Datenschutz ganz sicher genügen – den Dienst am Anderen aber vergessen.

[alexander gemeinhardt]